KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design
 

Rezensionen

Roger Wehrli – Bilbao
Geduld, genaues Hinschauen, nachdenken. Roger Wehrli fotografiert Bilbao Wie sehr sich Städte binnen nur weniger Jahre verändern können, davon erzählt Roger Wehrlis Band „Bilbao. Fotografien seit 1988“, der gerade bei Scheidegger & Spiess erschienen ist. Die Geschichte des urbanen Wandels von einer ... [weiter]
 
Real Nazis
Dieser Bilderzyklus sei ein radikaler Kommentar zur aktuellen politischen Stimmungslage, in der die Grenzen zwischen dem Populistischen und dem Faschistoiden zunehmend verschwimmen. Er zeige laut Waschzettel des Verlages „echte“ Nazis - Parteigrößen, Kriegshelden und Verbrecher, eine ... [weiter]
 
Die Natur im Fokus
Ob schwarz-weiß oder in prächtigen Farben, blauer Himmel, gelbe Felder und tiefgrüne Wiesen, die Landschaften der Fotografin Marion Reuter laden zum Träumen ein und verführen dazu, die Wanderschuhe anzuziehen oder das Fahrrad aus dem Keller zu holen. Die Flüchtigkeit eines Augenblicks ... [weiter]
 
Die Datscha – 600 m² Glück
Es sind Orte und Behausungen der Gelassenheit, klein, bescheiden und friedfertig. Die üppigeren Datschen der wohlhabenden Russen stehen anderswo und eher allein in der waldreichen Landschaft. Auch die großelterliche Datsche des Fotografen Evgeny Makarov birgt ein einfaches Leben. Im Sommer 2015 ... [weiter]
 
Continental Drift
Taiyo Onorato und Nico Krebs gelingt seit einigen Jahren schon Erstaunliches. Im schwer beackerten Feld zwischen Dokumentation und Fiktion finden sie immer neue Bilder – überraschen den Betrachter stets aufs Neue. Auch die jüngste Publikation „Continental Drift“, erschienen in der Edition Patrick ... [weiter]
 
Alltag, Aufbruch und Anstoß – Barbara Klemm: Fotografien aus Hessen
Der Hintergrund auf dem Einbandfoto verschwimmt. So wie jene Zeit im allgemeinen Gedächtnis, die durch diesen Fotoband in unsere Zeit geholt wird. Es sind die sechziger, siebziger, achtziger, kaum neunziger Jahre der alten Bundesrepublik. In schwarz-weißen Fotografien nur hessischer Orte, Städte, ... [weiter]
 
Justyna Koeke – Prinzessinnen und Heilige
Oskar Schlemmer hätte gestaunt. Denn hier kann sich das Auge nirgendwo festhalten. Symmetrie und Strenge seiner Figuren wie im "Triadischen Ballett" (1922) sind vollständig aufgelöst. Skulpturale Kleider nun überbordend phantasievoll surreal farbig-grell dekoriert, das Kopfteil häufig ... [weiter]
 
Giulio Rimondi
Von Zeit zu Zeit erscheinen Fotobücher, die berühren. Oftmals sind es nicht die dicken, opulenten Bände mit vielen hundert Seiten, die auf den Kaffetischen eine gute Figur machen. Im Gegenteil: Es braucht oft nicht mehr als ein paar Dutzend Seiten, um eine gute Geschichte zu erzählen. Giulio ... [weiter]
 
Alltag in Berlin
1000 Bilder aus 100 Jahren: so steht auf dem Rücken des großformatigen Bandes, ein veritables Coffee-Table-Book, ein Wälzer, ein Fundus, eine Fundkiste – das Porträt einer Stadt und seiner Bevölkerung in Bildern. Aber Vorsicht vor allzu viel Euphorie. Auf den ersten Blick erscheinen 1000 Bilder ... [weiter]
 
Das visuelle Zeitalter
„Medienkompetenz“ ist ein zentrales Thema der politischen Bildung. Denn wer nicht weiß, wie Nachrichten generiert, erstellt, redigiert, verwaltet und verkauft werden, wer nicht weiß, wie der „Sender“ der Botschaften funktioniert, dem er als „Empfänger“ gegenübersteht, der wird ein Problem mit der ... [weiter]
 
„Fotografie ist Architektur.“
Marcel Gautherot fotografierte Brasiliens Architektur-Moderne. Brasiliens Architektur-Moderne ist ein Thema, das einige hervorragende Fotografen dokumentiert haben. Lichtbildner wie José Medeiros, Thomaz Farkas, Marcel Gautherot oder Hans Gunter Flieg sind die bekanntesten von ihnen – ... [weiter]
 
Fremdenzimmer
Enno Kapitzas Portraitfotografien unterstreichen die Botschaft des Buches: Biografien des Verlustes. Bevor Wilhelm Christoph Warning den Lesern 16 Syrer und mit ihren Portraits und ihren Lebensgeschichten vorstellt, wird man mit eindrucksvollen Fotografien von Aleppo und Damaskus in die dann ... [weiter]
 
Golden Days Before They End
Das junge Wien sieht anders aus. Klaus Pichlers neuer Band „Golden Days Before They End“ Alles ist endlich. Alles geht vorbei. Da, wo viele Jahre eine Eckkneipe war, da macht jetzt ein neuer Coffee-Shop auf. Da, wo sonst schon um die Mittagszeit geknarzt wurde, da werden jetzt teure Smoothies ... [weiter]
 
Ägyptenrezeption im Mumienfilm
Das Ägypten-Motiv im Film ist schon häufig und von unterschiedlicher Seite aufgegriffen worden, doch fehlt bis heute eine umfassende Studie dieser Thematik von ägyptologischer Seite. In ihrer 2016 in der Reihe Philippika publizierten Masterarbeit (Universität Göttingen, 2013), untersucht Y. Vosmann ... [weiter]
 
Peter Keetmann – Gestaltete Welt
„Gestaltete Welt“ heißt die Ausstellung und „Gestaltete Welt“ heißt der Ausstellungskatalog aus dem Steidl-Verlag, der selbst Teil dieser „Gestalteten Welt“ ist, indem er alles vereint, was ein herrlich gestaltetes Buch braucht: einen zurückhaltenden Satz, eine hochsolide Ausstattung, eine perfekte ... [weiter]
 
Werner Bischof – Standpunkt
Es ist ein Drama mit diesem Werk. Ein neues Buch erinnert an den Fotografen Werner Bischof. Manuel Gasser schrieb 1946 im Vorwort zu einem Buch des Schweizer Fotografen Werner Bischof etwas Bemerkenswertes. „Es liegt auf der Hand“, so Gasser, „dass Werner Bischof, wäre er zu einer anderen Zeit, ... [weiter]
 
Robert Lebeck – Face the Camera
Das Lächeln des Robert Lebeck Adenauer empfängt Churchill, Ayatollah Khomeini im Pariser Exil, Jackie und ihre Schwester am Sarg des toten Robert Kennedy, Elvis als Soldat, der alternde Konrad Adenauer, Willy Brandt auf Wahlkampfreise, Alfred Hitchcock in Hamburg, Kriegsheimkehrer aus Russland ... [weiter]
 
Jacques Henri Lartigue – Das Leben ist bunt.
"Weil er das Leben liebte" Schon das Cover dieses Buchs verrät viel über den Bildautor. Wir sehen eine junge Frau, im Hintergrund eine schneebedeckte Holzhütte, ein Waldstück und ihr Auto: ein Citroën 2CV. Im Vordergrund hat sie es sich bequem gemacht und ist gerade dabei, ein winterliches ... [weiter]
 
Der unbekannte Oscar Niemeyer in Algier.
Der Fotograf Andreas Rost untersucht mit seinem Fotoprojekt zum ersten Mal die Université des Sciences et de la Technologie Houari Boumediene, die bislang auch unter Architekturfachleuten kaum bekannt ist und selten bildlich dargestellt wurde. Oscar Niemeyer ist allerdings, wie der Titel des ... [weiter]
 
Stefan Boness – Japan
Stefan Boness macht gerne schmale, auf den ersten Blick unspektakuläre Fotobücher, die man aber sehr ungern wieder aus der Hand legt. Schon sein Band „Southern Street“ war so ein Buch. Ein schmales Werk, in dem man noch Jahre später sehr gerne blättert. In diesem bearbeitete Boness das Thema der ... [weiter]
 
Viviane Sassen – Umbra.
Lob des Schattens
Eines der größten Rätsel um die rätselhaften Fotografien von Viviane Sassen bleibt die formelhaft wiederholte Einordnung dieser Bilder als „Modefotografie“. Denn auch, wenn die niederländische Fotografin für Modelabels gearbeitet hat, so zeigen ihre Arbeiten im Gegenteil ... [weiter]
 
Wolfskinder
Auf dem Bucheinband fällt spärliches Tageslicht in wenigen, schmalen Längsstreifen zwischen dicht stehende Bäume. Als müßte es sich verstecken, wie noch so lange die hier porträtierten ostpreußischen Kinder. Verloren gegangen 1944/45 im explodierenden Königsberg, auf Trecks vor dem westwärts ... [weiter]
 
Boris Becker – Staged Confusion
Die Welt zeigt sich anders.
„Aufgabe von Kunst heute“, so schreibt Theodor W. Adorno 1951 in „Minima Moralia“, „ist es, Chaos in die Ordnung zu bringen.“ Es ist der klassische Anspruch der Avantgarde: Kunst soll ein Stachel im Fleisch der etablierten Ordnung sein. Sie soll verunsichern, die ... [weiter]
 
A – Z. Bildwörterbuch
Was sehen wir, wenn wir sehen? Zuerst Abbildungen aus frühen Auflagen des "Bildwörterbuch. Deutsch und Polnisch mit 181 Tafeln in Strichätzungen und 8 Farbtafeln", Leipzig: Bibliographisches Institut 1954, 1959. Worte daraus illustriert Andrzej Tobis mit farbig fotografierten Objekten und ... [weiter]
 
Claudio Cambon - Shipbreak
Schiffe haben ein langes Leben. Claudio Cambons Fotobuch „Shipbreak“ Die erste Seite des neuen Fotobuchs von Claudio Cambon ziert ein Anker. Dann folgen Bilder des Stapellaufs der Stanvac Meridian in Baltimore im November des Jahres 1961. Die Sonne bescheint das prächtige, funkelnagelneue ... [weiter]
 
Anna Lehmann-Brauns – Abgründe. Überall Abgründe
Das Werk der Berliner Fotokünstlerin Anna Lehmann-Brauns folgt schon seit vielen Jahren einem spannenden Konzept: Stets sind es Kulissen, bühnenartige Szenerien, welche Lehmann-Brauns interessieren. Das war schon vor beinahe zwanzig Jahren so, als sie kleine Interieurs baute und diese fotografisch ... [weiter]
 
Maklerfotos aus der Hölle
Manchmal braucht der Mensch ein wenig Komisches um sich zu erfreuen. Die Werbewelt bietet dazu reichlich Gelegenheit. Als Andy Donaldson eine Wohnung in London suchte, durchforstete er bekannte Immobilienportale im Internet. Die Traumwohnung fand er dort zunächst nicht, dafür aber einen ganz ... [weiter]
 
Oder das Tal aufgeben – Die Lawinenschutzbauten von St. Antönien.
Malerisch liegt das Dorf St. Antönien in einem abgelegenen, idyllischen Seitental des Prättigaus im Kanton Graubünden. Jahrhundertelang war es von verheerenden Lawinenniedergängen betroffen, sodass die Frage aufkam, das Dorf verloren gehen zu lassen. Doch man gab nicht auf und rückte der Bedrohung ... [weiter]
 
Abschiedsbriefe
Ein Abschied mit fast absehbarem Ende. Dem Todesurteil, Tod durch Erhängen, Januar 1945. Das fünfmonatige Davor eingefangen in elegischen Heute-Fotografien vom schlesischen Gut Kreisau (Krzyzowa), dem Gefängnis in Tegel (JVA), Volksgerichtshof (Berliner Kammergericht) und Plötzensee, Hinrichtungs- ... [weiter]
 
Steve McCurry - Indien
Der amerikanische Fotograf Steve McCurry hat viele hervorragende Bilder gemacht, unzählige, doch eines, ein sehr besonderes, wurde zu einer Ikone der Fotografie: Sein „Afghanischen Mädchen”, 1984 im Flüchtlingslager Nasir Bagh fotografiert, ist weltbekannt. Diese intensiven grünen Augen, dieses ... [weiter]
 
Lotte Reiniger. Filmstills
Als kleines Mädchen habe ich Scherenschnitte geliebt und gehofft, irgendwann mit der Schere so geschickt zu sein, wie es der Künstlerin Lotte Reiniger gelungen ist. Daraus wurde nichts. Als 1926 der Film „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ von Lotte Reiniger seine Premiere in Berlin und Paris ... [weiter]
 
Brand Wand.
Schwarz-weiße und farbige Fotografien zwischen 1988 und 2012, meist Ost-Berliner Wände, Mauern, Fassaden. Manche wie Gemälde die, hören wir genau hin, Geschichten erzählen. Geschichten von Brüchen, geschichtlichen und persönlichen. Nackt und oft undekoriert, roh stehen sie vor uns. Sind mit ... [weiter]
 
Surabaya Beat
Eine Dhau im Gegenlicht. Vorne eine Palme, deren Blätter akkurat und stimmungsvoll ins Bild ragen. Im Hintergrund weitere Schiffe, noch weiter dahinter das große Nichts, die Weite des Meeres. So sahen sie aus, die Fotografien des letzten Buchs von Beat Presser, das Sehnsuchtsgefühle weckte. Das ... [weiter]
 
Shanghai Blues – Ein Stückchen Wildwuchs in der Stadt
„Shanghai Blues“ von Vanja Vukovic und Matthias Göritz In dem neuen Frankfurter Verlag „Edition Faust“, der auch die Kulturplattform Faust-Kultur betreibt (www.faustkultur.de), ist jetzt mit „Shanghai Blues“ ein Buch mit Fotografien von Vanja Vukovic und einer Erzählung von Matthias Göritz ... [weiter]
 
RealSurReal. Meisterwerke der Avantgarde-Fotografie
Bildet Fotografie die Wirklichkeit naturgetreu ab, oder ist sie ein inszeniertes Bild? Das Kunstmuseum Wolfsburg beantwortet die Frage der Erfindung der Fotografie mit einem umfassenden Blick auf die Avantgarde-Fotografie zwischen 1920 und 1950. Präsentiert werden im Ausstellungskatalog eine ... [weiter]
 
Beyond Cold War
Was ist hier passiert? Der Kalte Krieg ist kein neues Thema einer fotokünstlerischen Arbeit. Der niederländische Fotograf Martin Roemers etwa hat sich vor einigen Jahren schon auf die Spuren des großen Ost-West-Konflikts in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gemacht. Er fand rostige Panzer, ... [weiter]
 
Autopsie
Selbst heutzutage erscheinen manchmal noch Bücher, die den Atem ihrer Leser stocken machen. Sie sind mit derartiger Akribie und Kenntnis, solcher Passion und Begeisterung gemacht, dass man sich beschenkt und beglückt fühlt. So und nicht anders müssen Bücher sein, zumal in einer Zeit, da ... [weiter]
 
Borgo Romanità Alleanza
Ist die Ambiguität der fotografierten Architektur methodische Grundlage ihrer historischen Verortung, erröffnen sich Freiräume für Einsichten, Assoziationen. Wie in Johanna Diehls in einigen Facetten ihrer Komplexität fotografierten Architektur der Mussolinizeit (1922-1944). Annäherung daran mit den ... [weiter]
 
Das Zeitalter der Maschinen – Von der Industrialisierung des Lebens
Die Autorin Michaela Vieser hat für diesen Bildband eindrucksvolle, zum großen Teil wenig bekannte Fotografien aus der Schatzkammer der Berliner Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte bpk ausgewählt und sachkundig erläutert. Bekannte Berliner Fotografen wie Max Mißmann, Willy Römer und ... [weiter]
 
Ready Places Berlin
Ready Places, was immer das heißen mag. Ansichten, Draufsichten, Nahsichten, Fernsichten meist auf, auch in Berliner Gebäude. Zwischen 2000 und häufig 2013 farbfotografisch eingefangen. Architekturfotografie, die unseren eindimensionalen Blick mehrschichtig aufweitet. Einladungen an unsere ... [weiter]
 
Swissair Luftbilder.
Selten wird eine so geballte Bilderfülle von einem derart konzisen und doch breit angelegten Text intellektuell durchdrungen wie von dem hier „Einleitung“ genannten Aufsatz aus der Feder des Wirtschafts- und Sozialhistorikers Ruedi Weidmann, Zürich (S. 14-30). Aber blättert man den (leider?) ... [weiter]
 
Und alles ist weg – Orte des 1. Weltkrieges in Polen
Er nennt sie Orte des Todes. Doch fotografiert hat Eric Pawlitzky 2013 immer wieder idyllische Landschaften, Dörfer nah und aus der Ferne, Brücken, eine Eisenbahnstrecke, einen Friedhof. Auf Spurensuche in einem Land das damals in Deutschland, Rußland und Österreich-Ungarn lag: Polen. Die Kämpfe im ... [weiter]
 
Rasende Reporter – Eine Kulturgeschichte des Fotojournalismus
Man muss schon sagen: Geschickt hat es der Darmstädter Primus-Verlag verstanden, den eigentlichen, tatsächlichen Schwerpunkt von Anton Holzers „Kulturgeschichte des Fotojournalismus“ mit dem zugkräftigen Titel „Rasende Reporter“ in einen weiteren, einen Unter-Untertitel zu verpacken. Dort nämlich, ... [weiter]
 
Olaf Otto Becker – Reading the Landscape
Engagierte Fotokunst: Dieser großformatige Bildband dokumentiert eindrucksvoll das politische Engagement des Fotokünstlers Olaf Otto Becker. Im Habitat I benannten Hauptteil des Bandes taucht der Betrachter in paradiesische Tableaus aus den Urwäldern Malaysias oder Indonesiens ein, in die Pracht ... [weiter]
 
Max de Esteban – Heads Will Roll
Der Fotokünstler als Pasticheur Bekannt wurde der spanische Fotokünstler Max de Esteban mit an Röntgenaufnahmen erinnernden Digitalfotografien, die den Blick auf das Innenleben schon historisch gewordener elektronischer Geräte freigeben. Schon bei dieser Serie wurde Estebans Faible für ... [weiter]
 
Anders Petersen - Rome.
Rom, die Stadt, ist in diesem Fotoband nicht zu sehen. 1984, 2005, 2012 durch den Fotografenbauch aufgenommen, der Fotografenkopf bleibt außen vor (Petersen), findet sich hier ein buntes Kaleidoskop schwarz-weißer römischer Motive. Objekte, Tiere, Menschen, hell vor meist dunklem Hintergrund. Vom ... [weiter]
 
Anton Corbijn – „Looking at A Most Wanted Man”
Bilder vom Zustand der Welt. Die wunderbare Doppelbegabung des Anton Corbijn: Der Regisseur und Fotograf hatte schon im Jahr 2010 ein Buch zu seinem Film „The American“ veröffentlicht, das den Hauptdarsteller des Thrillers in helles Licht stellte: George Clooney war auch in dem Fotobuch „Inside ... [weiter]
 
Targets
Targets. Angriffsziele, Zielbereiche, Zielscheiben/Schießscheiben, darauf meist Menschen. Das Subjekt wird zum Objekt. Militärische Schießausbildung, anonym porträtierte Soldaten in Fotografie (Katalog) und Videoinstallation (Ausstellung). Präsentiert im hundertsten Jahr des ersten ... [weiter]
 
Wozu Bilder? – Gebrauchsweisen der Fotografie
Intelligent und sympathisch – dies sind, aus Sicht des Rezensenten, die Hauptmerkmale der Publikation „Wozu Bilder?“, die eine gleichnamige Ausstellung begleitet, die nach ihrer Station in der Esslinger Villa Merkel ab Dezember 2014 in der Kunstsammlung Jena gezeigt wird. Zunächst: Intelligent. ... [weiter]
 
Dirk Brömmel – Kopfüber
Das Unmögliche zeigen: Dirk Brömmels Schiffsfotografien in einem neuen Buch. Wie ein Vogel zu sehen, das müsste heißen: viel, beinahe alles zu sehen. Doch ist der Blick auf die Dinge tatsächlich schärfer von oben? Seit Jahren schon, seit 2004, fotografiert der 1968 geborene Wiesbadener Dirk ... [weiter]
 
Der lange Schatten von Tschernobyl
Ein langer, langer Schatten. Gerd Ludwig: Der lange Schatten von Tschernobyl Ein langer, langer Schatten liegt über der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Die Umweltkatastrophe, die sich am 26. April 1986 in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat ereignete, ... [weiter]
 
Farben des Verfalls - Vergessene Orte
Dieser herausragende Bild-Text-Band könnte auch mit "Schönheit des Verfalls" betitelt werden. Im Gegensatz zu vielen Kollegen hat der Fotograf Burkhard Schade vergessene, verfallene Bauwerke nicht in Schwarz-Weiß-Aufnahmen festgehalten, sondern die Schönheit dieser Gebäude von außen und innen in ... [weiter]
 
Futebol
Für die Fußballfans, bzw. Liebhaber der Fotografie ist uns anlässlich der WM noch der englischsprachige Fotobildband „Futebol“aus dem Verlag Lars Müller aufgefallen. In diesem Band findet Leonardo Finotti provisorische und «richtige» Fußballfelder und Ed Viggiani begleitet seine Landsleute überall ... [weiter]
 
„Brazil“ von Olaf Heine
Lässige Eleganz. „Olaf is blessed with a clear and inescapable German eye. You better run, or fight back“, so beschrieb der Sänger Iggy Pop einmal den fotografischen Stil des international renommierten Berliner Porträtisten Olaf Heine. Grimmig schaute Pop vom Cover des Olaf Heine-Fotobuchs ... [weiter]
 
RICOCHET #8
Experiment und Hoffnung. Ein schmaler Band stellt Jan Paul Evers vor. Die Ausstellungsreihe „RICOCHET“ im Museum der Villa Stuck stellt seit einiger Zeit regelmäßig Positionen der Gegenwartskunst vor, die sich „Diskursen unserer Zeit“ widmen. Das man dabei Künstlerinnen und Künstler auswählt, ... [weiter]
 
Janos Frecot: Die Jahre mit der Kamera
West-Berlin 1964-66. Die Leerstellen im Stadtbild korrepondieren mit jenen der Werbung an Hauswänden: /ckha/uchen & Fein-Ge/ Von Carl Lauterbach./ 7. MotzStr. 7./ Bäckerei/. Seite 70, schwarz-weiß wie alle Fotos. Übriggebliebene Buchstaben auf einer der heute zugebauten, endlos scheinenden ... [weiter]
 
Ruinen der Moderne. David Lynch – „The Factory Photographs“
Fabriken, Hochofenwerke – nicht erst seit Bernd und Hilla Becher sind solche Orte der Arbeit in der fotografische Kunst ein immer wiederkehrendes Thema. Fabriken sind Orte der industriellen Produktion: Hier wird gehämmert, gesägt, geschweißt. Doch wer hämmert heute noch? Viele Fabriken stehen leer, ... [weiter]
 
Venedig im Winter
Die erste zufällig aufgeschlagene Seite (95). Da war er wieder, der lange vergessene eigene Blick, hier genauso fotografiert wie erinnert. Über die überquellenden Büchertische der Libreria Alta Acqua (Buchhandlung Hochwasser) hin zu dem dort unerwartet unter dem (zweiten) Türeingang vorbeifließenden ... [weiter]
 
Wolfskinder
Mit Könnerschaft nähert sich der Fotograf Fabian Weiß auf sensible Weise Jugendlichen, die aufgrund ihres Hilfebedarfs in einem Jugendheim die Aufmerksamkeit erhalten, die sie in ihren Ursprungsfamilien nicht gefunden haben. Das Buch gibt Einsicht in besondere Lebensgeschichten im Jugendhilfesystem ... [weiter]
 
Prekäre Fotografie – Jeff Wall in München
Seit so vielen Jahren schon stehen wir – gebannt – vor diesen Bilden. Blättern in Katalogen, verharren vor Originalen, vor diesen großen, geheimnisvollen, leuchtenden Arbeiten von Jeff Wall. Trostlosigkeit, Armut, Ausgrenzung, Gewalt, Verlassenheit, soziale Kälte, das sind die Themen der Fotografie ... [weiter]
 
Vom Glück, ein Huhn zu sein - Fotografien von Franck Schmitt
Katzen immer, Hunde oft, Pferde manchmal. Aber Hühner? Manche scheinen direkt aus „Peter Gaymanns Kunst mit HühnerAUGEN“ (Belser 2013) in Anny Dupereys Buch (und ihr Landhaus im Limousin) hineingerannt zu sein. Dort angekommen, finden sie sich typographisch auflockernd eingestreut zwischen all jenen ... [weiter]
 
Menschen am CERN
Das einmalige Porträt einer faszinierenden „Unterwelt“ des Cern, die Europäische Organisation für Kernforschung führt in das Refugium für höchsten Fortschritt in Wissenschaft und Technik. Der Fotoband beginnt mit Ansichten eines ganz normalen Bürokomplexes, erbaut in den 1950er und 60er Jahre. ... [weiter]
 
Philip-Lorca diCorcia - Photographs 1975-2012.
Da ist ein Glanz, eine Aura. Die Fotografien von Philip-Lorca DiCorcia mag man sich lieber im Original anschauen. In der Schirn Kunsthalle waren sie bis September 2013 zu sehen, erstmals in Europa, die geheimnisvollen Bilder von Philip-Lorca DiCorcia. Steht man vor ihnen, ist man reichlich ... [weiter]
 
Elliott Erwitt´s Kolor
Elliott Erwitt – der Name zaubert Fotoliebhabern schon seit einigen Dekaden ein Lächeln ins Gesicht. Seit vielen Jahren schon gilt der 1928 in Paris geborene amerikanische Fotograf als besonders origineller, humorvoller Vertreter einer Fotografie, die das Leben in all seiner Fülle zu erfassen sucht. ... [weiter]
 
9645 Kilometer Erinnerung
Waren wir nicht alle schon einmal auf den Spuren unserer Eltern und Großeltern unterwegs, zumindest im Fotoalbum? Helena Schätzle hat mit diesem Text- und Fotoband weiter und tiefer als die meisten von uns nach solchen Spuren gesucht. Fündig geworden ist sie im Hades altgewordener Zeitgeschichte, ... [weiter]
 
Gerda Taro – Mit Robert Capa im spanischen Bürgerkrieg
Gerda Taro wurde nur 26 Jahre alt. Das ist vielleicht das erste, was man über sie wissen muss. Geboren in Stuttgart als Gerta Pohorylle im Jahr 1910, verstorben schon 1937 in El Escorial, Spanien. Dazwischen liegt das Leben einer deutschen Fotografin, der nur wenige Schaffensjahre vergönnt waren. ... [weiter]
 
Genja Jonas – Eine Dresdner Lichtbildnerin
Genja Jonas (1895–1938) in Rogasen/Posen als Tochter eines jüdischen Zigarrenhändlers geboren, führte ab 1918 ein Atelier in der Bürgerwiese 6 in der Dresdener Altstadt. Hier entstanden Kinderfotografien, die sie weit über Dresden hinaus bekannt machten. Nach ihrem frühen Tod 1938 verkaufte ihr ... [weiter]
 
Grand Tour – Mit Goethe durch das alte Italien
Dies Buch, mit seinen bildschirmgroßen schwarz-weißen oder farbig kolorierten Fotografien, ist zuerst ein Tribut an unsere Zeit der Affinität zu Visuellem. Und ein zweiter an coffee tables in bildungsbürgerlich-wohlhabenden Häusern in Italien, englischsprachigen Ländern und vielleicht Deutschland, ... [weiter]
 
Carlos Cazalis - Unter Wellblechdächern.
Carlos Cazalis fotografiert São Paulo Wie viele Einwohner hat São Paulo? Man weiß es nicht, kann es nur schätzen. Um die 20 Millionen werden es in der Metropolregion sein, doch so ganz genau kann es keiner sagen. Die größte Stadt in Brasilien ist bekannt für ihr Ausufern, für ihr Chaos, ihre ... [weiter]
 
Zeit im Fluß - Mit dem Containerschiff von Basel nach Rotterdam
Text und Fotografien dokumentieren den Arbeitsalltag auf einem schweizerischen Containerschiff während einer 14-tägigen Rheinfahrt von Basel nach Rotterdam und zurück. Fracht-Terminplan versus Romantik; unsere Ausflugsschiff-Vorstellung von Rheinromantik wird aufgebrochen. Denn die Zeit für ... [weiter]
 
Depeche Mode
Keine bescheuerten Gitarren mehr! Die Depeche Mode-Bibel ist da. 100 Millionen verkaufte Platten machten Depeche Mode weltweit bekannt – man glaubt, alles über die Band zu wissen. Ein neues Buch versteht sich als „Monument“, als Werkschau der englischen Gruppe, als Enzyklopädie, die alles ... [weiter]
 
Dantes Italien - Auf den Spuren der „Göttlichen Komödie“.
Dantes „Göttliche Komödie“, 100 Gesänge über einen Weg durch Hölle/Inferno und Fegefeuer/Purgatorium hin zu einem nur angestrengt erreichten Paradies. Mit dabei, um 1310, Virgil, Beatrice als Führer und eine immer ungewisse Ankunft als Wegbegleiter. Kurze Textzitate verdeutlichen diesen im Wortsinne ... [weiter]
 
Taxi Driver
„Du laberst mich an?“ Steve Schapiro am Set von Taxi Driver „Taxi Driver“ ist ein Kultfilm – einer jener Filme, über die man auch heute, Jahrzehnte nach ihrem Entstehen, noch staunen kann. Faszinierend sind auch die Fotografien, die Steve Schapiro am Set von „Taxi Driver“ gemacht hat. Ein ... [weiter]
 
Ferner Osten - Die letzten Jahre der DDR - Fotografien 1986-1990
Der Vergessenheit entrissen - ein betörendes Farbenspektakel von Harald Hauswald
„als wär seither noch keine zeit vergangen/ faulen im salpeterweiß die selben wände/ und in den winkeln wie seit ewigkeiten hangen/ die vagen spinnen noch an ihrer fäden ende.“
Lautet die erste Strophe ... [weiter]
 
Entschwundene Stadt
Verschwenderisches Glück – ein bildhafter Tauchgang in die nahe Vergangenheit. „Es gibt in Kerala ein tropisches Hartholz, ähnlich dem der hier einheimischen Rotbuche. Sägt oder erhitzt man es, entsteht ein Rauch, der exakt so riecht wie damals die Bahnhöfe der U-Bahn-Linie A, deren Züge ... [weiter]
 
New York auf Postkarten
„Die Ansichtskarten, welche die Menschen kaufen, sind in der ganzen Welt einander ähnlich. Sie sind koloriert; die Bäume und Wiesen giftgrün, der Himmel pfaublau, die Felsen sind grau und rot, die Häuser haben ein geradezu schmerzendes Relief, als könnten sie jeden Augenblick aus der Fassade fahren ... [weiter]
 
Venetian Settings
Man muß ihn mögen, diesen konzentriert-strengen Architektenblick, sich zur Bildmitte hin häufig perspektivisch verengend, auf eine Gasse, einen Kanal, ein Haus mit einem erhellten Fenster, erleuchtete Fassaden (so das Umschlagfoto). Hier reckt sich nichts wie auf Ansichtskarten mit „Aha“-Effekt vor ... [weiter]
 
Geschlossene Gesellschaften - Eine fotografische Reise durch kommunistische Länder
In der Theorie ist die Praxis wunderbar, doch im politischen Alltag offenbart sich die Theorie immer wieder als fauler Zauber. Das denken wir, wenn wir durch das Buch „Geschlossene Gesellschaften“ von Tomas van Houtryve blättern. Es ist ein kleinformatiger, doch opulenter, schwerer Band, der auf ... [weiter]
 
Geschlossene Gesellschaft - Künstlerische Fotografie in der DDR 1949-1989
Eine gelungene Ausstellung und ihren hervorragenden Katalog. Weiße Farbschleier tanzen auf dem Kleid, ein gelüpfter Fuß berührt mit der Spitze das rautenförmig verlegte Bürgersteigpflaster. Der Stock sticht schräg nach links aus der Bildmitte auf eine anschließende Steinplatte, die glatt und grau ... [weiter]
 
Amazing Afrika
Seit mehr als 30 Jahren hat der französische Fotograf – einer der besten Reportagefotografen der Welt, der für renommierte Magazine wie GEO, National Geographic oder Paris Match arbeitet – in mehr als 25 Ländern die Lebensbedingungen Afrikas porträtiert. In seinem einleitenden Text berichtet ... [weiter]
 
Ecke Schönhauser - Alltag in der Großstadt,
Die bunte Ecke Schönhauser – ein gelungener Versuch der farbigen Abbildung …“Wenn auch diese Welt schon wieder die Patina des Gestern angesetzt hat“, in 20 oder 50 Jahren werden wir wissen, was Eberhard Klöppel mit seinem vielschichtigen Porträt des Prenzlauer Berges über das Einfangen des ... [weiter]
 
Gediegen in Bremen, prächtig in Görlitz - „Bürgermeisterzimmer in Deutschland“
Wie schaut es aus in den Amtsstuben? Das ist in der Fotografie immer wieder ein Thema. Guy Tillim zeigte ebensolche, afrikanische, in seinem Buch „Avenue Patrice Lumumba“ und auch Jan Banning ist mit einer solchen Serie bekannt geworden. „Bureaucratics“ nannte der Niederländer seine Werkgruppe, ... [weiter]
 
Pictures from Italy
Der – nun schon nicht mehr - erste Werkstattbericht des über Europa hinaus bekannt gewordenen Baseler Architekturbüros Christ & Gantenbein. Selbstvergewisserung durch Rückblick und Rekurs auf eine „scheinbar klassische Bildungsreise“ (Vorwort). Beispielhaft klassisch wegen der Vermutung, in Italien ... [weiter]
 
Sylt in der Fotokunst - Der Müll ist nicht insular...
Ein jeder hat ja irgendwie eine Meinung zu Sylt, da ist es eine schöne Idee, mal jene der Fotokünstler in Buchform zu bringen. Ein solcher Band ist jetzt erschienen, der Fotokunst vorstellt, die auf Sylt entstanden ist: also dort, wo sonst die Urlauber Sandstrände, das Watt und die Nordsee knipsen. ... [weiter]
 
LHC. LARGE HADRON COLLIDER
LHC – Large Hadron Collider heißt jene Maschine, die der Wissenschaft einen Blick auf den Beginn unseres Universums möglich machen soll. Einer der besten Fotografen der Welt, Peter Ginter und der Schriftsteller Franzobel (er heißt auch Franz Stefan Griebl und studierte zunächst Maschinenbau) ... [weiter]
 
Venedig. Die Unsichtbare
Wie durch Elliott Erwitts 1965 fotografierte venezianische Gemälderahmen („Venice“) -die Casa dei Tre Oci in Venedig zeigte im Mai 2012 eine Werk-Fotoretrospektive- fallen unsere Blicke in das nachtdunkle, morgendämmernde, regenverwaschene, hochwassernasse, ja verschneite Gesicht der Stadt. Es ist ... [weiter]
 
The Rolling Stones
Eine Fluppe nach der anderen. The Rolling Stones werden 50 1962. Ereignisse aus einer anderen Zeit: Georges Pompidou wird Ministerpräsident von Frankreich. Die Kubakrise zwischen den USA und der Sowjetunion spitzt sich zu. Deutschlandfunk geht auf Sendung. Die Beatles nehmen ihre erste Single ... [weiter]
 
Guy Tillim
Es knistert nicht. Guy Tillim fotografierte Kindersoldaten im Kongo, dann zeigte er die Stadt Johannesburg, später dokumentierte er mit seiner Serie „Congo Democratic“ die ersten freien Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Kongo, danach widmete er sich mit dem Band „Avenue Patrice Lumumba“ der ... [weiter]
 
Am Berg gestrandet
Nach der „Jahrhundert-Gedächtnisfeier“ technischen Desasters, dem Untergang der Titanic, sei hier an ein weiteres Unglück, in diesem Fall an ein himmelstürmendes Schiffsunglück erinnert: Die kurze und dramatische Geschichte eines Zeppelinluftschiffs. An Stelle einer lang ersehnten Begrüßung ... [weiter]
 
Nora Bibel. Heimat. Que Huong
Das Leben auf den Straßen und Gassen. Für Jean Amery war es ein zentrales Thema: die Frage nach der Heimat. „Wie viel Heimat braucht der Mensch?“ fragte der antifaschistische Denker in einem Essay – und gab die Antwort: „Ich habe 27 Jahre Exil hinter mir, und meine geistigen Landsleute sind ... [weiter]
 
Karl Hubbuch und das neue Sehen
Wer Karl Hubbuch lediglich aus seinen Arbeiten im Kraichgauer Schloss Gochsheim und denen in der Karlsruher Majolika kennt, wird staunen, welche Seiten seiner künstlerischen Persönlichkeit in der Ausstellung "Karl Hubbuch und das Neue Sehen" im Münchner Stadtmuseum zutage kommen. Übrigens: Wer es ... [weiter]
 
Wie ein sonderbarer Traum – Viviane Sassens Fotobuch „Parasomnia“
Beinahe ist es schon ein Klischee, davon zu schreiben, der fotografische Blick auf Afrika wäre voller Klischees. Aber es stimmt ja: Fotografien des afrikanischen Kontinents ähneln sich zuweilen sehr stark, freilich aber auch nicht mehr als Bilder anderer Regionen der Erde. Vivane Sassen hat nun ... [weiter]
 
Die Verletzung ist allerorten - Drei neue Fotobücher
In der Flut monatlich erscheinender Fotobücher gibt es gar nicht so oft solche, die über das Mittelmaß, das schon oft Gesehene hinausragen. Solche Bände sind selten: Bücher, die man mit Lust durchblättert, deren Bildsprache erstaunt, die uns in Bann ziehen. In diesem Winter sind drei solche Bücher ... [weiter]
 
Gundula Schulze Eldowy – Berlin in einer Hundenacht
Die Wunderkraft der Bilder, drei Bücher und eine Ausstellung der genial störrischen Gundula Schulze Eldowy. „Ich möchte der Stille lauschen, dem atemlosen Bach. Entlang der Sonnenbahn. Um mich herum erleben Bäume, Himmel, Sonne, Sterne, Mond, Erde, Luft, Menschen und Tiere synchron dasselbe wie ... [weiter]
 
Deutschland im Fotobuch
Das Bilderbuch ist ein populäres Medium und als solches ideal geeignet, den Leser (Betrachter) zu fesseln, zu binden, zu beeinflussen. Schlagender Beweis dafür ist der grandiose Band „Deutschland im Fotobuch“, diesen Herbst im Göttinger Verlagshaus Steidl erschienen. 287 Fotobücher hat Thomas ... [weiter]
 
August Sander - Menschen des 20. Jahrhunderts
Die Porträtaufnahmen August Sanders (1876-1964), erschienen in mehreren Bänden zwischen 1925 und 1927, sind ein Klassiker der europäischen Kunst- und Photographiegeschichte und ein kulturhistorisches Standardwerk mit nachhaltiger Strahlkraft. Die Porträts bilden nicht einfach nur Menschen ab, ... [weiter]
 
Eine traumhafte Entdeckung aus dem Herzen Berlins – Gerd Danigel
In der Bildmitte ragt ein Hochhaus auf, beidseitig lenken Peitschenlampen den Blick hinunter auf die planetentragenden Metallkreise der Weltzeituhr, weiter hinab auf einen Tisch hinter einer Scheibe. Jetzt erklärt sich Bild und Perspektive - die Frauen, die an einem runden Bistrotisch sitzen und ... [weiter]
 
Venedig - Abseits der Paläste
Farbige Fotografien von Venedig: hunderte Mal gesehen. Hier: ein Fotoband zweier dem Schwarz-Weiß-Bild verpflichteter Fotografen, verpflichtet auch der Menschenleere des venezianischen frühen Morgens und späten Abends und der so fotografierten Leere, die fotografierten Objekte meist Häuser, ... [weiter]
 
Olaf Unverzart - Don't Fade To Grey
Manchmal braucht es nicht viel, um eine anrührende Geschichte zu erzählen. Zwei Menschen, gesehen von hinten, spazieren eingehakt auf einem Bürgersteig. Wir sehen ihre Gesichter nicht, nicht mal ihre Köpfe. Nur diese beiden Körper, die scheinbar schon eine gute Strecke ihres Lebensweges miteinander ... [weiter]
 
Ein Albtraum, der Realität ist.
Es gibt manche hervorragende Foto-Bücher. Doch nur ganz selten, blättert man durch ein Buch und erschauert vor den Bildern. Nicht weniger als das gelingt dem in Kapstadt lebenden Fotografen Pieter Hugo in schöner Regelmäßigkeit. In seinem Band über die nigerianischen Hyänen-Männer zeigte er ... [weiter]
 
Von allen Engeln verlassen
Von allen Engeln verlassen - Sven Marquardt´s neuer Bildband kennt keine Tabus. Es ist gerade gut ein Jahr vergangen, dass Sven Marquardt aus szeniger Versenkung auftauchte und wieder mitmischt im Kunstbetrieb. Der Verleger seines Fotografie-Bandes „Zukünftig Vergangen“. Roman Pliske vom ... [weiter]
 
Industrie im Blick der Fotografen
Seit Anbeginn des fotografischen Mediums war die Industriefotografie ein wichtiger Teil der Bildproduktion. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wandten sich Fotografen – zumeist im Auftrag von Bauträgern oder Unternehmen – der Dokumentation von Industriebauten zu, lichteten den voranschreitenden ... [weiter]
 
Tolle Jahre
Am 4. März 1898 kommt im südtiroler Trentino ein Mann zur Welt, der mit seiner Kamera ein herausragender Zeuge des Wiener Lebens der zwanziger und dreissiger Jahre werden sollte. Genau wie sein Vater Luigi, wählt der besagte Mario Wiberal das Pressemetier zu seinem Beruf. Anders jedoch als sein ... [weiter]
 
Deutschland, Deutschland…
„Landschaften mit Figuren“, so definieren gleich eingangs des vorliegenden Kataloges die Autoren diese Figurationen des Alltags auf den Bildern Holtappels und Kläbers. Beide Fotografen eint demnach trotz verschiedener Herkunft und Sichtweise der unbestechliche Blick und vergleichbare technische ... [weiter]
 
Looking Pictures
Ja, beinahe scheint es, als sehe man die Dinge zum ersten Mal, wenn man vor einer Fotografie Christopher Mullers steht. Der 1966 in Stade geborene und in London aufgewachsene Muller zeigt seit Anfang der neunziger Jahre lebensgroße Alltagsgegenstände, nicht mehr, doch vor weißem Hintergrund ... [weiter]
 
Lissabon - Das helle, traurige Paradies
Der Text ein kurz-lehrreicher Streifzug in der – wie anders?- blumigen Sprache des spanischen Schriftstellers Rafael Chirbes durch die Lissabon-geprägte portugiesische Literatur, verbunden mit Reflexionen über „Das Lissabon, das ich kannte“ der Nelkenrevolution nach 1974 und das eigene ... [weiter]
 
The ruins of Detroit
Es könnte sein, dass alles, was man auf diesen Bildern sieht, eine Lüge ist. Vielleicht die Kulisse zu einem Film, der eine amerikanische Industriestadt Jahre nach dem Atomschlag zeigt. Es könnte auch sein, dass diese Bilder wirklich die „Ruinen von Detroit“ präsentieren, eine Stadt die wir mit ... [weiter]
 
Bilder aus Versehen
Dieses Buch lohnt sich zu lesen! Nicht – oder: nicht nur –, weil es ein hochinteressantes Thema zu seinem Gegenstand hat: die Tücken des Apparates, die Eigendynamik der Technik am Beispiel der (analogen) Fotografie. Sondern vor allem, weil es die menschliche Reaktion auf diese Tücken und ... [weiter]
 
Roger Melis. Am Rande der Zeit
Roger Melis wunderbare Uckermark-Fotografien– zu anderer Zeit, in einem anderen Land. „Was für Moskau das Künstlerdorf Peredelkino war, wurde für Berlin ein etwa 150 Kilometer breiter Grüngürtel um die Stadtgrenze, in dem sich nach und nach in fast jedem Dorf ein, zwei oder drei Berliner ... [weiter]
 
Lucid Evidence
„The Lucid Evidence“ ist der Titel eines Bandes, der begleitend zu der aktuellen Ausstellung im Frankfurter MMK erschienen ist. Ein Ausstellungskatalog, der die hochkarätige Fotografie-Sammlung des Hauses vorstellt. Seit seiner Gründung im Jahr 1991 hat das Frankfurter MMK Fotokunst erworben – ... [weiter]
 
Istanbul
Andreas Herzau hat in New York (2003), Calcutta-Bombay (2005) und Deutschland "A Journey to the Germans" (2006) fotografiert und publiziert. Nun zeigt uns der „Straßenfotograf“ (so Herzau über Herzau) mit einem erstmals bei Hatje Cantz verlegten Band seine fotografische Sicht auf Istanbul: die Stadt ... [weiter]
 
Ein neuer Blick - Architekturfotografie aus den Staatlichen Museen zu Berlin
Wir wissen es: Die erste Fotografie überhaupt, Joseph Nicéphore Niépces „Blick aus dem Fenster des Arbeitszimmers im Maison Le Gras“ von 1827, war ein Architekturbild. Und auch die Fotografie-Geschichte war lange Zeit eine Geschichte der Architekturfotografie – vor allem, weil die langen ... [weiter]
 
Candida Höfer - In Portugal
Candida Höfer war 2002 auf der „documenta“ vertreten, 2003 Mit-Repräsentantin Deutschlands bei der Biennale in Venedig. In ihren Fotografien dominieren die von ihren Lehrern Bernd und Hilla Becher übernommenen fotografischen Gestaltungsprinzipien der Zentralperspektive und Leere des Raumes, von ihr ... [weiter]
 
Sven Marquardt - Zukünftig vergangen
Die analoge Boheme und ihr zwischenweltlicher Magier. Recherchen über vergangene Gruppen und Cliquengefüge bringen es mit sich, dass längst auseinandergedriftete Lebenswege sich plötzlich wieder kreuzen. So geschehen bei einer Ausstellung, die vor genau einem Jahr im Berliner Kunstgewerbe-Museum ... [weiter]
 
Ernst Scheidegger fotografiert Le Corbusiers Planstadt Chandigarh
Fotograf, Filmemacher, Designer, Grafiker, Bildredakteur, Maler, Verleger, Galerist, Gründungsmitglied der Agentur „Magnum“. Kaum ein Medium, das dem Schweizer Ernst Scheidegger fremd war, kaum einen Weg, den er nicht beschritten hat. Der 1923 in Rorschach geborene Scheidegger besuchte von 1939 bis ... [weiter]
 
Als der Pott noch kochte
Noch ein Ruhrgebietsbuch im Jahr der Kulturhauptstadt, aber ein ganz Besonderes: „Als der Pott noch kochte“ ist eine Hommage an die letzte Blüte der Industrieregion und versammelt poetische Schwarzweißfotografien von Horst Lang. Eine Entdeckung! Bewertung 5 Sterne Seit den fünfziger Jahren ... [weiter]
 
Mallorca. Das Wesen der Dinge
Die Schönheiten Mallorcas, die Diversität ihrer Gestalt, die baukünstlerischen Schätze: All das versetzt die Besucher der insula maior bis heute in Erstaunen. Und dieses Erstaunen über die Schönheit (genauer: über die Harmonie) steckt auch in den Bildern des Fotokünstlers Jörg Bräuer. Es ist etwas ... [weiter]
 
Hong Kong Inside Outside
Fragmente des Persönlichen: Michael Wolfs Buch „Hong Kong Inside Outside“ Die ehemalige britische Kolonie Hongkong ist eine der am dichtesten besiedelten Städte der Welt. Über 6000 Menschen leben hier pro Quadratkilometer – ein Zusammenleben, das auch in fotografischer Hinsicht von besonderem ... [weiter]
 
Die andere Leipziger Schule
„Eine Nation, eine Generation, eine Familie bekommt irgendwann einen Schluckauf oder stärkere Konvulsionen, wodurch Erinnerungen ausgeworfen werden und an die Oberfläche gelangen zu erneuter Anschauung, wenn nicht überhaupt das erste Mal. ... [weiter]
 
Hinter den Gärten
„Hinter“ den Gärten lautet der Titel einer kleinen Sammlung von Fotos der Künstlerin Annette Merkenthaler. „Sie reise mit leichtem Gepäck“, notiert Gudrun Selz in ihrem Beitrag. Doch so leicht ist es nicht. Die Bilder haben immer etwas Hintergründiges, Sticheliges, ein bisschen Fieses, was einem ... [weiter]
 
„Generation Üç“
„Heimat ist da, wo Du dich geborgen fühlst.“ Veit Mette porträtiert die „Generation Üç“ Der 1961 geborene Bielefelder Fotograf Veit Mette ist schon seit vielen Jahren im Grenzbereich zwischen Kunst und Fotojournalismus beheimatet. Er erarbeitete Reportagen für Zeitungen und Zeitschriften wie den ... [weiter]
 
Cy Twombly - Photographs 1951-2007
Aus der Dunkelheit tritt uns eine römische Skulptur entgegen: da sie in extremem Schräglicht photographiert wurde, schälen sich auf den Fotos nur Fragmente heraus – auf dem einen die linke Gesichtshälfte, auf einem anderen (dem letzten der aus fünf Aufnahmen bestehenden Umrundung der Büste) nur noch ... [weiter]
 
Exotik um die Ecke
„Fake Holidays“ von Reiner Riedler Man muss nicht allzu weit reisen, um im Urlaub zu sein. Manchmal muss man keine Grenzen überwinden, manchmal sind die Ferien ganz nah. Etwa in der neuen Form von Themenparks, von künstlichen Ferien-Paradiesen, die überall entstehen. Jetzt illustriert ein ... [weiter]
 
Von Arkadien bis Atlanta
Fruchtbare Jahre der Kunst und des Lebens. Fotografien aus dem Nachlass von Frank Buchser Frank Buchser, geboren 1828 in Feldbrunnen im Kanton Solothurn, war einer jener Künstler, die das Abenteuer suchten, um schaffen zu können. Sein ganzes Leben war eine lange Reise: Er nahm Zeichenunterricht ... [weiter]
 
Schöne Aussichten!
Die Darstellung schrumpeliger Hände und faltiger Gesichter ist nicht jedermann Sache, um einen alten Menschen als ein „schönes“ Wesen zu erkennen. In diesem Buch wird auf diese Ästhetik des Alters weitestgehend verzichtet. Was das Buch „Schöne Aussichten! Über die Lebenskunst im hohen Alter“ ... [weiter]
 
Das Fenster
Das Fenster hat zwei nach innen aufgehende Flügel, die Farbe des einst weißen Rahmens ist längst abgeblättert. Das Fenster ist alt und erzählt Geschichten.
Die Fotografin Renate Sautermeister hat diese Geschichten über viele Jahre mit der Kamera aufgefangen. Die Bewohner hinter dem Fenster ... [weiter]
 
Wiederentdeckt: Die Fotografin Frieda Riess
Wurde man von ihr zum Tee eingeladen, dann hatte man es geschafft: Der Salon der 1890 im polnischen Carnkov geborenen Fotografin Frieda Riess, die einer wohlhabenden jüdischen Kaufmanns-Familie entstammte, war der place to be im Berlin der zwanziger Jahre. Doch sie war nicht nur eine Salon-Löwin, ... [weiter]
 
Unser Planet in wunderbaren Fotografien
Der Planet Erde - Meyers neuer Weltatlas Der meistverkaufte Weltatlas des Mannheimer Bibliographischen Instituts ist nun in fast gänzlicher neuer aktualisierter 7. Auflage neu erschienen: Phantastische Satellitenaufnahmen des Planeten Erde mit Kartographien, Fotographien und zahlreichen Bildern ... [weiter]
 
Geheimnisvoller Alltag: Zwei Bücher von Robert Frank
Robert Frank – geboren 1924 in Zürich – gilt nicht als Schweizer Fotograf. Sein Werk ist so amerikanisch, wie kaum ein anderes. Frank, der 1947 nach New York emigrierte um für „Harper's Bazaar“ zu arbeiten, ist einer jener Künstler, die den Mythos der Fotografie im 20. Jahrhundert fortgeschrieben ... [weiter]
 
Finger am Abzug
„Bewaffnetes Amerika. Waffenbesitzer und ihr Zuhause im Porträt“ ist der schlichte Titel eines sehr ungewöhnlichen Fotobuchs. Zwei Jahre lang reiste der amerikanische Fotograf Kyle Cassidy durch die USA, um Menschen mit ihren Waffen zu porträtieren. Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen ... [weiter]
 
Her mit dem schönen Leben! Ein Fotoband des Kabarettisten Dieter Nuhr
Dieter Nuhr, mit dem Deutschen Kleinkunstpreis geadelter Ratinger Kabarettist und Comedian, ist ein Mann, der in seinen Auftritten gerne seine Reisen verwurstet. Eine Kostprobe? „An Körpergeräuschen, die bei uns als unfein gelten, stört man sich in Japan hingegen weit weniger: ein gediegenes Rotzen, ... [weiter]
 
Gundel Kilian - Sue Jin Kang
Als Sue Jin Kang 1992 ihr Debut als Primaballerina am Staatstheater Stuttgart gab, kannte die Begeisterung kaum Grenzen. Im April 1999 gewann sie den Prix de Benois de la Danse für ihre Darstellung der Marguerite in „Die Kameliendame“ unter John Neumeier. weiter]
 
Sie sind Europäer – und haben nicht viel
Menschen und Räume: „Domestic Landscapes“ von Bert Teunissen Betrachtet man die Bilder in diesem Band, dann könnte man beinahe ein wenig Mitleid haben. Diese Menschen, die der niederländische Fotograf Bert Teunissen hier in ihren Wohnungen fotografiert hat, sie verbindet vor allem eines: Sie ... [weiter]
 
Blumen für Anita
Mitte der siebziger Jahre vollzieht Anita Neugebauer einen mutigen Schritt. 1976 eröffnet die 1916 in Berlin geborene ausgebildete Fotografin in Basel die erste Galerie für Kunstfotografie in der Schweiz. Dieses Engagement findet nach rund dreissig Jahren Ausstellungstätigkeit in einem ... [weiter]
 
Totale Nähe: „Mapplethorpe Polaroids“
Im Jahr 1971 beginnt für Robert Mapplethorpe, der eigentlich Musiker werden wollte, die Auseinandersetzung mit dem fotografischen Medium. Ein Medium, über das Mapplethorpe gesagt hat: „I never liked photography. Not for the sake of photography. I like the object. I like the photographs when you hold ... [weiter]
 
Eine andere Welt: Erinnerung an das Hildesheimer „be bop“
„Wir (Candido De Bona, 24 J., Kurt-Martin Leiding, 20 J., Peter Höcker, 24 J.) hatten da so eine Idee; denn wir langweilten uns in Hildesheim fürchterlich. Wir sind etliche Kilometer gefahren, mit dem Ziel, etwas Neues zu erleben. Meistens blieb es beim Fahr'n, Fahr'n, Fahrn.“ Sätze, schnell in ... [weiter]
 
Ralf Meyer — Architektonische Nachhut
Architektonische Nachhut: Ralf Meyer fotografiert die Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus. „Architektonische Nachhut. Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus“ ist der Titel eines Foto-Buchs des 1966 in Bremen geborenen Ralf Meyer, das die architektonischen Hinterlassenschaften des ... [weiter]
 
Schatten der Macht
Ein Fotobuch von Jakob Straub. „Totgeschwiegen“, wie im Klappentext zu dem Fotobuch „Schatten der Macht. Architektur des Nationalsozialismus in Berlin“ zu lesen ist, werden sie eigentlich nicht mehr, im Gegenteil: Die Hinterlassenschaften der Nazi-Architektur sind vielmehr seit einigen Jahren in ... [weiter]
 
Nan Goldin - Luzifers Garten
Ihre zutiefst intimen Fotos spiegeln das Leben Nan Goldins im Kreis ihrer Freunde und Freundinnen wieder und machten die Fotografin (*1953, Washington DC., USA) seit den achtziger Jahren zu einer der meist diskutierten Fotografinnen. Das fotografische Werk Nan Goldins verliert nicht an ... [weiter]
 
Frauen erleben Berge anders
Katharina Mayer fotografiert nicht im eigentlichen Sinne verschiedene Bergregionen oder sagenhafte, geheimnisvolle, heilige oder verwunschene Orte. Katharina Mayer fotografiert die Welt der Berge mit den Augen von 18 höchst unterschiedlichen Frauen. Die Frauen arbeiten als Gletscherforscherin, als ... [weiter]
 
Gefahren der nordfriesischen Natur - Der Schimmelreiter
Geschichte und Landschaft Nordfrieslands haben zahlreiche Anregungen für die Entstehung der vielleicht bekanntesten Novelle Theodor Storms geliefert, viele Schauplätze seiner Heimat finden sich im ,,Schimmelreiter“ wieder. Die Landschaft und die Auseinandersetzung des Menschen mit den Naturgewalten ... [weiter]
 
Beate Passow - Farbenprächtige Exoten - „Miles and more“
Als Auftakt des Ausstellungszyklus „Starke Frauen“ waren im Sommer im Ismaninger Kallmann-Museum neue Arbeiten der Münchner Fotokünstlerin Beate Passow zu sehen. Seit einiger Zeit schon sind es vor allem außereuropäische Kulturphänomene, welche die 1945 geborene Künstlerin interessieren. Das nun im ... [weiter]
 
Zur Geschichte und Theorie der Fotografie
Anlässlich des 60. Geburtstags von Wolfgang Kemp veröffentlicht der Verlag Schirmer/Mosel dessen „Foto Essays“ in einer Neuauflage. Ergänzt wird die Edition, bestehend aus drei Essays, mit einem 2006 geschriebenen Aufsatz mit dem Titel „Der Sonnenhut des Heliographen“. Der renommierte ... [weiter]
 
Dem Alltag enthoben - Seamus Nicolson. Works 96-06
Weit war der Weg von Seamus Nicolsons Rave-Fotos bis heute – von den Bildern exhibitionistischer Techno-Tänzer bis zu seinen nächtlichen Londoner Straßenszenen. Es ist nicht mehr die Jugendkultur, die den 1971 geborenen Londoner heute vorrangig interessiert, doch ist er weiterhin ein genauer ... [weiter]
 
Moral und Pflicht: „Magnum Fußball“ zeigt die Wurzeln des Fußballspiels
Vor etwa einem Jahr erschien „Magnum Stories“, dreieinhalb Kilo Fotoreportage im Quadratformat – ein Schwergewicht der Fotoliteratur mit 61 Fotografen der Agentur Magnum, darunter Fotolegenden wie Robert Capa, Josef Koudelka, Henri Cartier-Bresson oder Gilles Peress. Ein opulentes Werk über die ... [weiter]
 
Das Werk. Technische Lichtbildstudien
Wer kennt sie nicht, die Fotoserien von Bernd und Hilla Becher zu zerfallenen Industriewelten aus dem Bereich der Schwerindustrie. Die Bechers katalogisieren Industrietechnik von deren Ende her, als Exemplare einer aussterbenden Art der Produktion, die sich in Nordrhein-Westfalen mit dem ... [weiter]
 
Thomas Wrede: Strange Paradise

Die Welt als Modellbausatz
Ein neues Fotobuch von Thomas Wrede. Der Münsteraner Thomas Wrede ist ein Fotokünstler, der sich an der Grenze zwischen Vertrautem und Abseitigem bewegt. Ein gutes Beispiel ist eine Serie, die er vor einigen Jahren aufgenommen hat. Fototapeten waren das Thema, ... [weiter]
 
Kultivierte Erde
Lässt man auf einer Zugfahrt seinen Blick über die Landschaft schweifen, sieht man, das weite Flächen des Landes wirtschaftlich genutzt werden. Einen abstrakteren, aber auch genaueren Blick auf dieses Phänomen liefern die Luftaufnahmen von Olivier Lasserre.weiter]
 
Baumzeit. Magier, Mythen und Mirakel
Ein gelungener Bildband mit hervorragenden Fotos der 1997 verstorbenen Schweizer Berufsfotografin Verena Eggmann. 1975 tat diese sich mit dem Journalisten Bernd Steiner für die Recherche zu diesem Werk zusammen und bereiste mit ihm 15 europäische Länder, immer auf der Suche nach großen und ... [weiter]
 
Krieg Medien Kunst
Je weniger das Gedächtnis von innen her gelebt wird, desto mehr bedarf es äußerer Stützen“. Diesem von Pierre Nora formulierten Diktum versucht Isabell Schenk-Weininger in ihrer Dissertation in Bezug auf den medialisierten Krieg nachzuspüren. Ausgewählt wurden 25 deutsche Künstler, die, mit wenigen ... [weiter]
 
Bilder des Krieges - Krieg der Bilder
"If it bleedes, it leeds 'respektive' No dead bodies“. Zwischen diesen beiden Polen zirkuliert die Kriegsbildberichterstattung seit den ersten fotografisch dokumentierten Schlachten des 19. Jahrhunderts. Einhergehend mit den sich rasant entwickelnden Möglichkeiten der Fotografie und darauf fußend, ... [weiter]
 
Konkrete Fotografie
Insbesondere Künstler der Moderne geben immer wieder an, dass eines ihrer Hauptmotive sei, Aufklärung über ihre Mittel und Verfahren zu geben, sie in ihren Werken freizulegen, also den prozessuralen Charakter ihres Werkes zu begründen. Wie kaum eine andere künstlerische Richtung nimmt konkrete Kunst ... [weiter]
 
Wie leben die Alten?
Relativitätsfotografie:“Phase Drei: Wie leben die Alten?“ Es klingt schon ein wenig paradox: ein Fotowettbewerb, der junge Fotokünstler einlädt, sich mit dem Thema „Wie leben die Alten?“ zu beschäftigen. Ist das denn ein Thema für die junge, deutsche Fotografie? weiter]
 
Die Schwestern des Ikarus. Frau und Flug
Wenn Frau in die Luft geht und sich Forscherinnen, begleitet von zwei männlichen Kollegen, der Thematik annehmen, dann muß die Luftfahrtgeschichte, die weitgehend als erforscht galt, neu geschrieben werden. Ein ambitioniertes Projekt, dessen Ergebnisse nun in einem wunderschönen und informativen ... [weiter]
 
Taiji Matsue. Landscapes.
Ausstellung bis 21. August 2005 im Museum Schloss Moyland

Eine Stille, ohrenbetäubend. Landschaften von Taiji Matsue in einem neuen Fotobuch. Manchmal sind die kleinen, ganz unscheinbaren Kunstbücher die Schönsten. Und mehr noch, manchmal öffnen sie die Augen für eine neue Sichtweise, vielleicht mehr als es eine Ausstellung vermag. So eine kleine ... [weiter]
 
Lucca Chmel. Architekturfotografie
Wir wissen es: Die erste Fotografie überhaupt, Joseph Nicéphore Niépces "Blick aus dem Fenster des Arbeitszimmers im Maison Le Gras" von 1827, war ein Architekturbild. Und auch die Fotografiegeschichte war lange Zeit eine Geschichte der Architekturfotografie. Beide künstlerische Medien, Fotografie ... [weiter]
 
Bruno Taut. Alpine Architektur
Was macht ein Architekt, während des Ersten Weltkrieges, in einer Zeit, in der er nicht bauen kann? Er schreibt, er zeichnet, er skizziert Visionen, sammelt Ideen für eine Zeit danach, eine bessere Zeit nach dem Krieg. Bruno Taut (1880-1938), einer der faszinierendsten Architekten des zwanzigsten ... [weiter]
 
Kunst und Medialität
Unter dem Titel „Kunst und Medialität“ werden die Ergebnisse der beiden Symposien publiziert, die das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart und die Akademie Schloss Solitude zu »Medialitat und Modell« im Januar 2002 und »Kunst und Medialität« im ... [weiter]
 
Kairo. Eine photographische Reise
Wenn sich Bernd Damke in seinen einleitenden Worten bei seinen ägyptischen Gastgebern für deren großzügige Gastfreundschaft bedankt, die zum „Erleben dieses wunderschönen Landes“ beigetragen haben, erwartet der Leser andere Bilder und Tagebucheinträge, als die dann folgenden. Der Künstler Bernd ... [weiter]
 
ManMade Planet
Das Projekt ManMade Planet ist die Idee, ein Portfolio von Fotos zusammenzustellen, das sich mit der Art und Weise beschäftigt, wie der Mensch den Planeten Erde beeinflußt. Der Fotograf Wolfgang Volz nennt es einen Versuch, mit fotografischer Archäologie nachzuweisen, dass die Oberfläche der Erde ... [weiter]
 
Visions: Palestine
Um sich politisch korrekt zu verhalten und keine „falschen“ Bezüge herzustellen, hat sich die Gemeinschaft der „Wikipedianer“ - das sind die Nutzer und zugleich Beiträgler der weltweit offenen enzyklopädischen Wissensdatenbank „wikipedia“ - darauf verständigt, den „Zaun“ bzw. die Mauer, die Israel ... [weiter]
 
X für U. Bilder, die lügen.
Bilder lügen. Und wie. Das ist eine Binsenweisheit der Fotografie und des Films. Beinahe ein Leitmotiv der Medien im Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit. Wie sie lügen und warum, das zeigt seit einiger Zeit die Wanderausstellung "Bilder, die lügen" der Stiftung Haus der Geschichte der ... [weiter]
 
Martin Parr
Martin Parrs Blick ist manchmal so genau, dass es weh tut. Die gutbetuchte Dame auf der "Conservative Election Victory Party" etwa kommt gar nicht gut weg. Geradezu angeekelt scheint sie im Moment der Aufnahme zu sein. Au Weia! Sie muss gerade ihre Wange für ein Küsschen hinhalten. Jede Falte ... [weiter]
 
Paul Wegener - Frühe Moderne im Film
Die Filmarbeiten des Max Reinhardt-Schauspielers (seit 1906 am Deutschen Theater Berlin) mit dem ausdrucksstarken Gesicht und dem voluminös wirkenden Körper begannen 1913 mit der Doppelgänger-Geschichte "Der Student von Prag". Wegeners Vorliebe lag in der Phantastik und im Märchen; er war vor allem ... [weiter]
 
Helmut Lederer. Fotograf. Retrospektive
"Helmut Lederer. Fotograf" - so der schlichte Titel einer Schau, die das Münchner Stadtmuseum dem 1999 verstorbenen Erlanger Künstler Helmut Lederer gewidmet hat (noch bis 13. Juni). Doch die Bezeichnung "Fotograf" greift eigentlich zu kurz: Ausgebildet wurde Lederer an der Wiener Akademie der ... [weiter]
 
Hannah Höch: Album
Das schönste Fotobuch dieses Frühjahres ist gar keins. In betörenden Bildern vereint es Fotografien von Bloßfeldt, Moholy-Nagy und Renger-Patzsch, von Tina Modotti und Man Ray, Sasha Stone und Alfred Eisenstaedt, Helmar Lerski und Margaret Bourke-White. Doch das Buch, das die Bilder opulent und ... [weiter]
 
Alfred Biolek: Kartographie des Boulevards
Ganz zu Recht werden Leserinnen und Leser mit Bezug auf Alfred Bioleks „Kartographie des Boulevards“ fragen, ob sich die bei rund 485 dienstäglichen Fernsehsendungen und in fast 1.600 Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen praktizierte hohe Kunst des Gesprächs überhaupt in einem Kunstbuch ... [weiter]
 
Gut Licht! Fotografie in Baden 1840 – 1930
Regionale Fotogeschichten beginnen gewöhnlich bei Adam und Eva, also bei Niépce, Daguerre, und Talbot, und erzählen die Stadien der Erfindung, als wären diese nicht hinlänglich bekannt. Anschließend folgen sie den eingetretenen Spuren der Fotohistoriografie, die ihren Standpunkt ständig ändert, ... [weiter]
 
Mit der Kamera bewaffnet. Krieg und Fotografie
Die Bilder, die unsere Vorstellungen von vergangenen Kriegen prägen, zeigen zumeist Soldaten, die jubelnd ins Feld ziehen oder erschöpft durch den Schlamm waten, verwundet im Lazarett ausharren oder abgemagert aus der Gefangenschaft heimkehren. Sie berichten zudem von Waffen und Ruinen, von ... [weiter]
 
Photografien von 1855 bis zur Gegenwart aus der Sammlung van der Grinten - Ausstellung vom 30. Nov. 2003 bis 29. Feb. 2004.
In dieser Ausstellung präsentiert das Museum Schloss Moyland erstmals eine repräsentative Auswahl aus seinem umfangreichen Fotobestand. Gezeigt wird ein breites Spektrum thematisch wie technisch höchst unterschiedlicher Arbeiten: Um 1900 entstandene Genrefotos Wilhelm von Gloedens zum Thema „Italien ... [weiter]
 
Formen des Lebens - Pflanzenfotografien
Hinzuweisen ist auf zwei Titel, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Form und Bild der Pflanze befassen. Die „Formen des Lebens“, rund 120 Pflanzenfotografien des Mediziners und Fotografen Paul Wolff (1887-1951) erschienen im Jahre 1931 in der Reihe der Blauen Bücher im Verlag Karl Robert ... [weiter]
 
Bild der Heimat. Die Echt-Foto-Postkarten aus der DDR.
"Bild der Heimat" ist der erste Band zur "Echt-Foto"-Postkartenkultur der DDR. In Spitzenzeiten wurden Jahr für Jahr 25 bis 30 Millionen Stück dieser Schwarzweiß-Postkarten produziert. Es waren originale fotografische Abzüge, die deshalb den Aufdruck ECHT-FOTO trugen. Faszinierend für den heutigen ... [weiter]
 
Bilderwelt und Lebenswirklichkeit
Knipserfotos aus soziologischer Perspektive Die "Gebrauchweisen der Fotografie" sind zwar seit den Untersuchungen von Pierre Bourdieu - 1983 auf Deutsch erschienen - gängige Vokabeln im Umgang mit fotografischen Erscheinungen, jedoch gehören in unseren Breitengraden die sozialen Phänomene des ... [weiter]
 
Die Eroberung der Bilder
Fotografiegeschichte als Sammelsurium Anthologien zur Theorie und Geschichte der Fotografie haben derzeit Konjunktur. Sie versammeln Analysen wie Plaudereien, neue Ansätze und Übersetzungen von alten Texten. Besonders die einschlägige amerikanische und französische Literatur wird auf Druckbares ... [weiter]
 
Der Strand
Der Strand - schmaler Küstenstreifen, mit der Intensität des Kontinents im Rücken und der scheinbaren Unendlichkeit vor sich - verspricht Erholung, Amüsement und Frieden. Man kommt hierher auf der Suche nach der Weite des Blicks, dem kurzen Atemholen, dem Zurücklehnen. Die Bilder der Fotografin ... [weiter]
 
Flora Photographica
Das vorliegende Werk - im Jahre 1991 in London erstmals erschienen - bietet einen guten Überblick über die Möglichkeiten fotografischer Beschäftigung mit Blumen. Dass es sich bei diesem Thema um weit mehr als das amateurhafte, täglich tausendfach geübte Ablichten ästhetischer Blumenmotive mit der ... [weiter]
 
Dieter Leistner. Der Lichtfanatiker
Dieter Leistner ist ein Lichtfanatiker, ein Architekturromantiker - alles, nur kein sturer Dokumentarist. Der 1952 in Salzgitter geborene Fotografen wurde bereits in den achtziger Jahren - nach dem Fotostudium in Köln und an der Essener Folkwangschule - zum Impulsgeber einer neuen Sichtweise der ... [weiter]
 
Die Kunst der Abstrakten Fotografie
Man braucht nur einmal die entsprechenden Kataloge namhafter Auktionshäuser durchzublättern, um zu ermessen, welch immense Bedeutung die Kunst der Abstrakten Fotografie in den letzten Jahren erhalten hat. Zumindest finanziell gesehen. Denn die Arbeiten von Karl Blossfeld etwa erzielen inzwischen ... [weiter]
 
Die Geschichte der Fotografie
Es mag reiner Zufall sein: Als man im 19. Jahrhundert damit begann, die menschliche Geschichte zu verwissenschaftlichen, fiel dies in den gleichen Zeitraum, in dem Erfinder wie Daguerre und Talbot der Erinnerung ein neues Medium an die Hand gaben. Mit der Fotografie sollte es erstmals möglich sein, ... [weiter]
 
Walter Vogel
Walter Vogel, geboren 1932 in Düsseldorf, begann 1950 zu photographieren. In seinen ersten Photographien hielt Walter Vogel mit unbestechlicher Klarheit fest, wo das Wirtschaftswunder nicht stattfand. Wo die Idyllen nicht einmal erträumt wurden, und doch zeigen die Bilder eindrucksvoll, dass das ... [weiter]
 
Die Flut - Hilfe für die Werkschule in Meißen
Dieses Buch entstand durche eine Freundschaft. Um das Unbegreifliche besser zu fassen, erzählten der Autor Nick Reimer und der Fotograf Matthias Rietschel ihre Beobachtungen von der Flut, ihre Erlebnisse, ihre Bilder. Andere kamen hinzu: Der Schriftsteller Thomas Rosenlöcher, Ingo Schulze oder ... [weiter]
 
Kiosk - Eine Geschichte der Fotoreportage
Was der Leser heute am Kiosk kauft und nach wenigen Tagen wegwirft, hat eine Sammlerseele jedoch aufgehoben, und so besitzt der Fotoreporter Robert Lebeck eine bedeutende Sammlung illustrierter Zeitschriften, die die Geschichte des Fotojournalismus dokumentiert. Vom Bahnhofsbau im 19. Jahrhundert ... [weiter]
 
Lexikon der Fotografen
Dass es auf dem deutschsprachigen Buchmarkt bislang - neben ungezählten Künstlerlexika - erst ein "Lexikon der Fotografen" gab und dieses vor mehr als 20 Jahren als äußerst rudimentäres Taschenbuch erschien und schon lange nicht mehr lieferbar ist, ist beschämend, und Abhilfe tat dringend Not. So ... [weiter]
 
Presseporträts aus fünf Jahrzehnten
„Wer zum Fischen geht, schlägt nicht aufs Wasser" war stets das Motto des wohl bedeutendsten Fotografen, des Franzosen Henri Cartier-Bresson, bei der Fotojagd auf Köpfe prominenter Zeitgenossen. Der Ratzeburger Bildjournalist Hans-Jürgen Wohlfahrt machte sich die Aussage dieser Redewendung zu ... [weiter]
 
100 Jahre Folkwang - Karl Ernst Osthaus: Reden und Schriften.
"Aber im Innern ist Revolution", urteilte der Journalist Norbert Jacques anlässlich seines Besuchs des Folkwang-Museums, das vor bald genau hundert Jahren, am 9. Juli 1902, seine Pforten öffnete. Karl Ernst Osthaus (1874-1921), Privatsammler, Gründer und Eigentümer des Museums, war nicht nur einer ... [weiter]
 
Das Werk. Technische Lichtbildstudien (1931)
Aus der Einführung von Franz-Xaver Schlegel: "Ende der 1920er Jahre hat sich in Deutschland das fotografische Bild der Technik nachhaltig geändert. Einen wertvollen Beleg für diese Beobachtung liefert als Zeitdokument der Bildband "Das Werk – Technische Lichtbildstudien" von 1931. Kaum ein anderes ... [weiter]
 
Der künstlerische Tanz unserer Zeit (1928)
Die Jahre 1927/28 stellen zweifellos einen Höhepunkt in der Entwicklung des modernen Tanzes in Deutschland dar. Im Juni 1927 hatte in Magdeburg der erste Tänzer-Kongress stattgefunden und offenbar das Autoren- und das Verleger-Ehepaar, die sich schon vorher kannten, zu diesem Buch inspiriert. ... [weiter]
 
Paul Wolff: Formen des Lebens. Botanische Lichtbildstudien (1931)
Dr. med. Paul Wolff (1887-1951) gilt als Pionier der Kleinbild-Fotografie. Als er 1931 das Blaue Buch "Formen des Lebens"herausgab, maß er sich an den Pflanzenfoto-Büchern von Karl Bloßfeldt, Ernst Fuhrmann und Albert Renger-Patzsch, auf diesem Gebiet den Protagonisten der neusachlichen Fotografie. ... [weiter]
 
Pino Musi Oxymoron
- Anzeige - Das vielleicht geheimnisvollste und ausdrucksstärkste Foto-Künstler-Buch am Ende des 20. Jahrhunderts. Die Einmaligkeit dieses Parcours von herausragenden Fotografien liegt in der visionären Kraft, die aus der Begegnung und zugleich aus der Konfrontation mechanischer Gewalt ... [weiter]
 
Greg Gorman. Inside Life
- Anzeige - De Niro, Schwarzenegger, Travolta, Loren, Stone, Streisand, Sarandon - viele der bedeutendsten Stars der letzten Jahrzehnte dieses Jahrhunderts standen Greg Gorman Modell. Diese Retrospektive umfaßt die gesamte berufliche Laufbahn des berühmten Fotografen. Sie stellt insbesondere die ... [weiter]
 
Die deutsche Zeit der amerikanischen Mänaden
Gesellschaftliche Normen und traditionelle Tanzformen warf sie leichthin über Bord. An ihr schieden sich die Geister in hingerissene Bewunderer und ebenso leidenschaftliche Kritiker. Doch der Spott, sie wolle das Land der Griechen mit der Seele suchen, den man ihr mit einem Goethe-Zitat hinterher ... [weiter]
 
Uferloses Sehen: Roni Horns "Dictionary of Water"
Roni Horns "Dictionary of Water" ist ein Bilderatlas des Sehens. Hundert Jahre nachdem Claude Monet Licht und Nebel an der Themse studiert hatte, richteten Roni Horn und ihr Team das Kamera-Auge einzig auf das Wasser des Flusses. Das Ergebnis liegt in 96 opulenten Farbtafeln vor, die nichts anderes ... [weiter]
 
Die grosse Mauer Chinas
Über viele Jahre hinweg und auf ungezählten Reisen hat sich Daniel Schwartz ebenso geduldig wie akribisch dieses Bauwerks angenommen. Der Fotograf Daniel Schwartz war der erste Ausländer überhaupt, der einen solch exklusiven Zutritt zur Mauer erhielt. Er reiste von der koreanischen Grenze aus ... [weiter]
 
Im Geist des Bauhaus - Max Baur – Fotografien 1925-1960
"Im Geist des Bauhaus", so lautet der Untertitel des Bandes mit Fotografien Max Baurs, der eine kleine Auswahl aus dem Schaffen des Fotografen aus den Jahren 1925 -1960 versammelt. Leben und Werk Max Baurs stehen exemplarisch für die Karriere eines Lichtbildners in der Mitte des 20. Jahrhunderts. ... [weiter]
 
Das alte Mecklenburg in Photographien von Karl Eschenburg
Der Warnemünder Photograph Karl Eschenburg (1900-1947) bereiste zwischen 1928 und 1932 mit seinem Kleinwagen und seiner 9 x 12-cm Plattenkamera Mecklenburg. Sein Ziel war es, die vielfältigen Landschaften, die Kulturdenkmäler und die Menschen dieses Landes für sein Archiv zu dokumentieren, um ... [weiter]
 
Tempo, Tempo!. Eine Kulturgeschichte der Geschwindigkeit
Wohl kaum ein Medium zur technischen Erzeugung von Bildern hat das Bewußtsein für Zeitlichkeit im 19. Jh. mehr geschärft als die Fotografie. Sie war ähnlich der „Dampfmaschine Nutzbarmachung einer Naturkraft: des Lichts“ schreibt Andreas Braun in seiner Untersuchung über eine „Kunst- und ... [weiter]
 
Yva. Photographien 1925 - 1938
Die meisten Monographien zu Fotografinnen und Fotografen zeichnet aus, dass ihre Protagonisten von der Zeit und den Umständen, unter denen sie leben und arbeiten, isoliert werden. Sie essen nicht und trinken nicht, haben keine Freunde, sehen sich nicht die Arbeiten der Kollegen an, gehen in keine ... [weiter]
 
Die Kunst der Schwarzweiss-Fotografie
In diesem Buch richtet sich John Garrett, seit 30 Jahren Profifotograf und Schwarzweiß-Laborant, sowohl an den Schwarzweiß-Anfänger als auch an den Fortgeschrittenen. "Dies ist kein Handbuch mit Ratschlägen zu allen erdenklichen Aspekten der Schwarzweissfotografie. Ich zeige, wie ich ein Bild vor ... [weiter]
 
Gerhard Riebicke: Photographien "....aus den sündigen Räumen der Wohnung"
Mit einer verordneten Prüderie scheuchte das 19. Jahrhundert die Bilder der Nacktheit aus dem öffentlichen Leben, so dass sie unter dem Ladentisch kursieren mußten. Den Reformbewegungen gelangen erst nach 1900 gewisse Einbrüche, und in Zeitschriften wie "Die Schönheit" fand der fotografische ... [weiter]
 
Fotogeschichte - Zum 60. Geburtstag von Timm Starl
Mit "seiner" Zeitschrift hat er seit 1981 buchstäblich Fotogeschichte geschrieben. Zahlreiche Aufsätze zur Geschichte der Fotografie - speziell zu ihren kulturhistorischen und medienspezifischen Aspekten - stammen aus seiner Feder. Als passionierter Fotosammler, Journalist und Redakteur ist er seit ... [weiter]
 
Karl Blossfeldts Arbeitscollagen
Im Pantheon der Fotografie gehören die kühl stilisierten Pflanzenaufnahmen Karl Blossfeldt längst zu den altvertrauten Klassikern: Bilder, die wir in unserem Bildgedächtnis abgespeichert haben, vielleicht sogar bereits abgelegt. Während Blossfeldt Stilisierung des Ornamentwerts von Schachtelhalm und ... [weiter]
 
Ed van der Elsken: Sweet Life, Fotografie+Film 1949-1990
Paris war anfangs der 1950er Jahre Zentrum und Ausgangspunkt des Existentialismus, jenes gedanklichen von Jean-Paul Sartre und Albert Camus und eines Lebensstils, der allem Anschein nach darauf gründete. Deren Protagonisten waren junge Menschen, schwarz gekleidet, in Rollkragenpullovern, die Mädchen ... [weiter]
 
Photographie interpretiert Skulptur. Auguste Rodin, Constantin Brancusi, Alberto Giacometti
Ein faszinierendes, bisher relativ wenig behandeltes Thema ist die Interpretatin von Skulpturen mit Hilfe der Kamera, wenn das Medium der Interpretation, die Photographie, selbst zum Kunstwerk wird. Man denke nur an die um 1950 von Ernst Scheidegger eindrucksvoll in Szene gesetzte ausgestreckte Hand ... [weiter]
 
Frank Hovat's Millenniums-Tagebuch
Im Klappentext heißt es, Frank Horvat gebe einen Einblick in sein Jahr 1999, das "Letzte" des Millenniums. So dürfen wir gespannt sein, was er uns im wirklich "letzten" Millenniumsjahr, nämlich dem jetzt zuende gehenden beschert. Im vorletzten findet man in diesem fotografischen Tagebuch eine Menge ... [weiter]
 
Das Auge Mecklenburgs
Karl Eschenburg gehört zu den herausragenden Photographen der zwanziger und dreißiger Jahre des zuende gegangenen Jahrhunderts. Er schuf ein Werk, dass weit über Mecklenburg hinaus bekannt wurde. Geboren 1900 in Rostock, arbeitete Eschenburg zunächst als Schiffbauingenieur, bevor man ihm 1925 zu ... [weiter]
 
Köln Schmölzt
Nicht zuletzt durch August Sander, der im Umkreis und im künstlerischen Austausch mit den "kölner progressiven" seinen epochalen Deutschenspiegel "Menschen des 20. Jahrhunderts" konzipierte, ist die rheinische Metropole Köln zu einem Vorort der modernen Fotografie geworden. Doch im Schatten des spät ... [weiter]
 
 

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Stand: 21.09.2017 01:43 Uhr
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